PSB-Assistenzhunde für psychische und psychosoziale Beeinträchtigungen

Assistenzhunde für PTBS, Autismus, ADHS und weitere psychosoziale Beeinträchtigungen

Was ist ein PSB-Assistenzhund?

PSB-Assistenzhunde sind speziell ausgebildete Assistenzhunde für Menschen mit psychosozialen Beeinträchtigungen. Sie können ihren Menschen im Alltag unterstützen, Sicherheit geben und individuell erlernte Assistenzaufgaben übernehmen.

Mögliche Einsatzbereiche können unter anderem komplexe PTBS, DIS, Borderline, Depressionen, Autismus-Spektrum-Störungen, ADHS und weitere psychosoziale Beeinträchtigungen sein.

Welche Aufgaben sinnvoll sind, wird immer individuell anhand der Bedürfnisse des Menschen und seines Alltags entwickelt.


PTBS-Assistenzhunde - Aufgaben & Unterstützung

Welche Aufgaben kann ein PTBS-Assistenzhund übernehmen?

PTBS-Assistenzhunde lernen sowohl äußerliche Aufgaben, die für andere sichtbar sind, als auch verarbeitende Aufgaben, die für Außenstehende nicht sichtbar sind. Ein Beispiel hierfür ist der Realitätscheck, in dem die Hunde anzeigen, ob sich wirklich jemand im Raum befindet, wenn der Betroffene davor Angst hat. Oder das Unterbrechen bei Dissoziationen und/oder Flashbacks und das anschliessende Beruhigen durch Nähe. Auch können PSB-Assistenzhunde lernen auf bestimmtes Verhalten aufmerksam zu machen. Der Betroffene handelt daraufhin mit den in der Psychotherapie erlernten Techniken. 

PSB-Assistenzhunde geben ihrem Partner das Gefühl von Sicherheit, indem sie Distanz zu Fremden schaffen, Licht in dunklen Räumen anschalten, an die Medikamente erinnern und zur Einnahme auffordern und beim Öffnen von Türen sich mit dem Blick nach hinten setzen. Außerdem können sie lernen das Handy zu bringen, um im Notfall Unterstützung anrufen zu können. Bei Dissoziationen oder Panikattacken können PSB-Assistenzhunde lernen den Betroffenen nach Hause, zum Auto oder im Geschäft zum Ausgang oder zu einer sicheren Sitzgelegenheit zu führen. Sie können ebenso lernen Verkäufern oder medizinischem Personal auf Kommando zu folgen, durch Menschenmengen zu führen und an Ecken vor zu gehen.

Welche Assistenzaufgaben tatsächlich sinnvoll sind, hängt von der individuellen Situation und dem konkreten Unterstützungsbedarf ab. Die Aufgaben werden deshalb nicht nach einem festen Schema ausgewählt, sondern gemeinsam individuell entwickelt und trainiert.


Autismus-Assistenzhunde - Aufgaben & Unterstützung

Welche Aufgaben kann ein Autismus-Assistenzhund übernehmen?

Autismushunde sind speziell ausgebildeter Hunde, die Kinder und Erwachsene aus dem Autismusspektrum begleiten. Sie übernehmen gleichzeitig die Aufgaben eines Therapiehundes und die eines Assistenzhundes: Als Therapiehund können sie helfen, Bindungen zuzulassen, Kontakte zu fördern und die Motorik und das Vokabular zu verbessern. Als Assistenzhund übernehmen sie aktiv Aufgaben, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Aufgaben Autismus-Assistenzhunde

Die Aufgaben von Autismus-Assistenzhunden werden individuell auf die Bedürfnisse eines Betroffenen und der Angehörigen abgestimmt. Zuerst aber durchlaufen sie die Grundausbildung und erlernen das richtige Verhalten und die Standards eines Assistenzhundes. Im Anschluss mit ca einem Jahr beginnt die Ausbildung auf die individuell hilfreichen Assistenzhund Aufgaben. Diese Aufgaben können sein: Weglaufen in der Öffentlichkeit verhindern, Weglaufen im Haus anzeigen, Weglaufen im Haus verhindern, Kind suchen, bei nächtlichen Weglaufen die Eltern alarmieren, Sicherheit im Straßenverkehr, beruhigen bei Reizüberflutung, Unterbrechen von Meltdowns und stereotypem Verhalten, Abschirmen in der Öffentlichkeit, Hindernisse anzeigen, Geräusche anzeigen und Hektik minimieren.

Bei Autismus-Assistenzhunden für ein Kinder übernehmen die Eltern die vollständige Verantwortung für den Hund, während der Hund eine enge Bindung zu allen Familienmitgliedern aufbaut und sowohl dem Autisten, als auch den Eltern hilft. 


Für wen ist ein PSB-Assistenzhund geeignet?

Ein PSB-Assistenzhund kann eine sinnvolle Unterstützung sein, wenn bestimmte individuell benötigte Assistenzleistungen dazu beitragen können, den Alltag selbstbestimmter und sicherer zu gestalten.

Entscheidend ist dabei nicht allein eine Diagnose. Gemeinsam betrachten wir die persönliche Lebenssituation, den konkreten Unterstützungsbedarf, die benötigten Assistenzaufgaben und die Voraussetzungen für die Haltung und Ausbildung eines Assistenzhundes.


Du möchtest deinen Assistenzhund selbst ausbilden und dabei begleitet werden? Mehr über die begleitete Assistenzhund-Selbstausbildung erfährst du hier.